Marmorfliesen verlegen

Marmorfliesen verlegen


Marmorfliesen verlegen

Wie werden Marmorfliesen verlegt?


Verlegung von Marmorfliesen

Marmorfliesen sind beim Verlegen die Königsdisziplin und stellen aufgrund ihrer Empfindlichkeit hohe Anforderungen an den Heimwerker. Mit einigen hilfreichen Tipps und dem richtigen Equipment ist es aber möglich, die Fliesen ohne einen spezialisierten Fliesenleger an Wänden und auf dem Boden zu verbringen und sich über einen perfektes Ergebnis zu freuen.

Anleitung zur Verlegung von Marmorfliesen im Dünn- bzw. Mittelbettverfahren

Eleganz und ein Hauch von Luxus gehen mit Marmorfliesen einher, sodass diese im Badezimmer besonders gerne zum Einsatz kommen. Im Vorfeld gilt es zu beachten, dass die Oberfläche von Marmor empfindlich ist und stark auf Laugen und Säuren reagiert.

Arbeitsschritte

1. Für die Verlegung von Marmorfliesen darf ausschließlich nur spezieller Kleber, der im Handel als Marmor geeigneter Mörtel oder Dünnbettmörtel gekennzeichnet ist, zum Einsatz kommen. Dieser wird nach Gebrauchsinformation mit Wasser vermengt und nach dem Durchrühren 5 Minuten ruhen gelassen. Danach wird er nochmals kräftig durchgemischt vor der Verwendung.

2. Auf dem ebenen, sauberen und staubfreien Boden wird dieser mit einer Kelle oder Zahnspachtel aufgetragen. Man streicht am besten immer von Wand zu Wand, sodass sich gerade Linien ergeben und die Dicke des Marmorklebers auf allen Stellen identisch ist. Die Rückseite der Marmorfliesen muss flächig mit dem Kleber bestrichen werden. Dies ist nicht nur bei dünnen und durchscheinenden Fliesen, sondern generell bei allen Fliesen aus Marmor ratsam.

3. Um ein Austrocknen des Klebers zu vermeiden, müssen die Fliesen in 10 bis 20 Minuten nach der Vorbereitung des Bodens und der Fliesenrückseite an Ort und Stelle verbracht werden. Die Fugenbreite ist variabel wählbar und richtet sich nach der Fliesengröße. Für identische Fugen können Fugenkreuze als Hilfsmittel zum Einsatz kommen.

4. Die Marmorfliesen werden vorsichtig mit schiebender Bewegung in das Mörtelbett eingebracht. Ein Eimer mit sauberem Wasser muss immer bereitstehen, sodass die verlegte Fläche und das Verlegewerkzeug im Anschluss mit Wasser gereinigt und von Kleberesten befreit werden kann.

5. Ehe die Fugen gefüllt werden, benötigt der fertig geflieste Marmorboden eine Ruhe- und Trocknungszeit die je nach Hersteller stark variiert. Da die Fugen durch die präzise Vorbereitung alle gleich breit und tief sind, lässt sich im Anschluss ein optimales Ergebnis erzielen. Beim Verfugen sei darauf hingewiesen, dass der Fugenmörtel für Marmor geeignet sein muss. Andere Mörtel sind ungeeignet und könnten durch ihre Beschaffenheit eine Beschädigung der empfindlichen Oberfläche der Marmorfliesen nach sich ziehen. Die Fugenmasse wird laut Gebrauchsanweisung angerührt und muss vor der Verarbeitung 5 Minuten ziehen.

6. Nun gießt der Heimwerker die breiige Masse auf den Boden und nutzt einen Gummiwischer, um die Fugenmasse schräg zu den Fugen einzubringen. Nach Beendigung dieses Arbeitsschrittes wird die überschüssige Fugenmasse vorsichtig von der Oberfläche gestrichen. Mit einem feuchten Lappen lässt sich die Oberfläche einfach reinigen, wobei Druck auf die noch feuchten Fugen vermieden werden sollte.

7. Der Fugenmörtel ist angetrocknet, wenn seine Oberfläche matt schimmert. Nun ist ein feuchter Schwamm für die Grundreinigung optimal und sorgt für die Entfernung aller Mörtelreste auf der Oberfläche der Fliesen. Auf einen harten, kratzigen Schwamm sollte man verzichten, da dieser die Oberfläche der Marmorfliesen zerkratzen und für unschöne Beschädigungen sorgen kann. Nach vollständiger Austrocknung der Masse wird mit einem trockenen Tuch nachpoliert.

8. Für die Übergänge vom Boden zur Wand, sowie dem Marmorboden in andere Räumlichkeiten wird keine reguläre Fugenmasse, sondern ein dehnbares Material, wie beispielsweise Naturstein-Silikon genutzt. Auch hierbei ist auf spezielles Silikon zu achten, auf dem die Verwendung in Kombination mit Marmor präzise erwähnt ist. Marmorfliesen dürfen ausschließlich mit geeigneten Verbundmaterialien verlegt werden dieses ist auch gültig für Silikon. Da falsches Silikon irreparable Schäden an Naturstein verursacht.