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Travertin

Travertin


Travertin

Was ist Travertin? Woraus besteht Travertin? Wie entsteht Travertin?


TravertinDer Name und die Bezeichnung Travertin bedeutet so viel wie Stein aus Tivoli. Durch diese Erklärung ist leicht zu erkennen, dass die besagte Gesteinsart ihr natürliches Vorkommen in der Gegend um Tivoli in der italienischen Provinz Latium hat. Aber auch in Mitteleuropa kann dieses Gestein natürlich vorkommen. Die Vielfalt und die Menge variieren je nach Lage und Beschaffenheit des Erdreichs. Die in dieser Region vorkommenden heißen Süßwasserquellen bilden einen idealen Nährboden für die Gesteinsart Travertin.

Durch das sogenannte Ausfällen vereinfacht gesagt das Auslösen, des Quellkalks aus diesen Quellen ist der erste Schritt in Richtung Travertin getan. Das Gestein an sich besteht fast ausschließlich aus Kalziumkarbonat und wird aufgrund dieser Eigenschaft und seines natürlichen Vorkommens in heißen Süßwasserquellen, als Süßwasserkalk bezeichnet. Das Kalkgestein kann mehr oder weniger porös auftreten, ist mit kleinen Hohlräumen gesäumt und besitzt in den meisten Fällen eine gelbliche bis braune Grundfärbung. Eine weitere typische Kalkgestein Eigenschaft ist die Dichte. Travertin lässt sich, wie fast alle anderen Kalksteine auch, leicht zersägen und brechen. Die offenen Poren und die gute Verdunstungsoberfläche machen dieses Gestein ideal für Thermaleinrichtungen jeglicher Art. Das Material hat demnach eine leicht kühlende und schnell trocknende Wirkung.

Der Abbau

Der Abbau von Travertin erfolgt, meist über Tage, in Kalksteinbrüchen bzw. Kalksteinbergwerken. Dabei wird mittels Sprengung die oberste Schicht gelockert und die unteren Schichten treppenartig abgetragen. Durch die stellenweise Überlagerung des Kalksteins mit anderen, tragenden, Erdschichten, ist der Abbau nur unter strengen Auflagen möglich.

Die Weiterverarbeitung

Weiterverarbeitet wird Travertin im Kalkwerk direkt. Der erste Arbeitsschritt ist dabei das erneute Zerkleinern des Rohmaterials. Weiter werden in den meisten Fällen durch das Absieden Verunreinigungen vom eigentlichen Rohmaterial getrennt. Eine weitere Methode ist das Waschen des Gesteins. Das so entstandene Klärwasser wird in ein gesondertes Becken verlagert und entsprechend wiederaufbereitet. Nach dem Reinigen wird das Gemisch mittels einer entsprechenden Siebanlage in unterschiedliche Größen sortiert. Ein Teil des Materials wird unmittelbar gemahlen oder als Düngekalkstein, für die Landwirtschaft, direkt auf den Markt gebracht. Ein weiterer Teil des Rohsteins wird als Splitt bzw. Kies und Sand verkauft. Das Rohmaterial bleibt dabei ungebrannt. Der überwiegende Teil des Kalksteins wird allerdings in Brennöfen zu sogenanntem Branntkalk verarbeitet. Teilweise wird diesem Branntkalk wieder Wasser zugeführt. Der so entstandene Sumpfkalk wird als Löschkalk bezeichnet und wird ebenfalls in der Bauindustrie verwendet.

Die Vorteile

Die Vorteile von Travertin liegen ganz klar in seinen weiter oben beschriebenen Eigenschaften. Durch seine Großporigkeit kann er aufgenommenes Wasser sehr schnell wieder verdunsten und trocknet somit gut und zügig ab. Diese Eigenart macht ihn für die Verarbeitung im Sanitärbereich besonders reizvoll. Bereits zur Zeit der alten Römer wurde dieses Gestein in Thermalanstalten verarbeitet. Aber auch im Außenbereich kann Travertin punkten. Die Natürlichkeit harmoniert besonders gut mit anderen Materialien, wie beispielsweise Holz oder Glas. Einziger Nachteil ist dabei, dass Travertin, ähnlich wie andere Kalksteine, wenig Schmutz abweisend ist. Er bedarf deshalb besonderer Pflege und Achtsamkeit im Umgang mit Verunreinigungen. Da Travertin ein rein natürliches Material ist, wird es auch umwelttechnisch hoch angesehen. Sein Abbau und die Verarbeitung stellen eine kaum erwähnenswerte Belastung für die Umwelt und den Menschen da. Da es sich hierbei um natürlichen Kalkstein handelt, bestehen auch keinerlei Vergiftungsgefahr oder andere gesundheitliche Belastungen für Mensch und Tier.

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